Biographie Frank SinatraDie unvergesslichen Las Vegas-Performances des "Rat Pack" mit seinen Kumpanen Dean Martin, Sammy Davis Jr., Peter Lawford und Joey Bishop gingen in die amerikanische Entertainment-Geschichte ein. Francis Albert Sinatra wurde am 12. Dezember 1915 als Sohn eines Feuerwehrmannes italienischer Abstammung in Hoboken in den USA geboren. Nach der High School fing er in der Sportredaktion eines Lokalblattes an und gründete die Band "The Hoboken Four". In einem Hörfunk-Talentwettbewerb wurde er ausgezeichnet; 1937 gewann er mit dem Song "Night and Day" einen Amateurwettbewerb. Danach sang er häufig im Radio und in Clubs. 1939 war er der Leadsänger im Orchester von Harry James, 1940 bis 1942 in der Big Band des legendären Tommy Dorsey. In dieser Funktion trat er Anfang der 40er in ersten Hollywoodfilmen auf. Mitte der 40er Jahre rissen sich Hörfunk und Schallplattenindustrie um ihn. Er wagte den Alleingang als Sänger und scharte schnell eine riesige Fangemeinde um sich. über 40 Millionen Fans waren in über 2000 Fanclubs organisiert, eine regelrechte Massenhysterie herrschte um Frank Sinatra, der von seinen Fans nun liebevoll "Franky Boy" genannt wurde. In den späten 40er Jahren begann sein Filmruhm, so u. a. mit dem Musical "Heut' gehen wir bummeln". Hollywood brachte ihn in einschlägigen Rollen groß heraus. 1952 beendete eine Erkrankung der Stimmbänder seine Karriere und er wurde aus seinem Vertrag mit dem Musikkonzern MCA entlassen. Frank ließ sich jedoch nicht unterkriegen. Er setzte alles daran, in Fred Zinnemanns Bestsellerverfilmung "Verdammt in alle Ewigkeit" die Rolle des Soldaten Maggio zu bekommen - für das beinahe schon ehrenrührige Honorar von 8000 Dollar. Seine unvergessene Darstellung des tragischen Soldaten machte ihn über Nacht weltberühmt und brachte ihm den begehrten Oscar ein. Diese unerwartete Auszeichnung öffnete ihm die Türen zu anspruchsvolleren Produktionen in Hollywood und er wurde fortan nicht nur wegen seiner Stimme engagiert. Er schreckte danach auch vor schwierigen Rollen wie "The Man With The Golden Arm" ("Der Mann mit dem goldenen Arm") nicht zurück, einer Geschichte über einen Heroinsüchtigen. Gleichzeitig drehte er aber auch weiterhin Komödien und Musicals. Kollegen und Kritiker attestierten ihm gleichermaßen ein herausragendes schauspielerisches Talent. Seine in Mitleidenschaft gezogenen Stimmbänder erholten sich, und Ende der 50er Jahre war Frank populärer denn je - sein Status als Legende begann: er wurde als "Vorstandsvorsitzender des Showbusiness" oder einfach als "The Voice" gefeiert. In den 60er Jahren konnte man Sinatras Talent als Geschäftsmann bewundern. Er gründete sein eigenes Label "Reprise Records" und stürmte die Charts mit Alben wie "Nice And Easy" und "Strangers In The Night". Er investierte sein Geld in Casinos, Immobilienfirmen, Rennbahnen und Industriebetrieben. Die unvergesslichen Las Vegas-Performances des "Rat Pack" mit seinen Kumpanen Dean Martin, Sammy Davis Jr., Peter Lawford und Joey Bishop gingen in die amerikanische Entertainment-Geschichte ein. Die Rat-Pack-Komödien wie "Ocean´s Eleven" ("Frankie und seine Spießgesellen"), die gerade ein Remake mit George Clooney und Brad Pitt erlebte, oder "Robin And The Seven Hoods" ("Sieben gegen Chicago") wurden allesamt Riesen-Erfolge an den Kinokassen. In dieser Zeit wurden auch zweifelhafte Stimmen laut, als er sich mit der Präsidentenfamilie Kennedy anfreundete. Damals unterstützte er JFK's Wahlkampf mit dem Titelsong "High Hopes". Gerüchte besagten, dass es Frank gewesen sei, der JFK eine von dessen Mätressen vorstellte - die gleiche Frau, die auch Tisch und Bett mit Mafiaboss Sam Giancana teilte. Bestätigt wurden die Gerüchte nie, jedoch haftete den Geschäften Sinatras seitdem immer etwas Zwielichtiges an. Nicht weniger skandalträchtig wurde auch seine Beziehung zu der Familie des US-Präsidenten Reagan betrachtet. 1969 komponierte Paul Anka für seinen Freund Frank Sinatra den größten Erfolg Sinatras: "My Way". Der Song wurde zu seinem Markenzeichen, das er am Ende eines jeden Konzerts spielte. Im Frühjahr 1971 machte dann die unerwartete Meldung, Sinatra wolle sich in den Ruhestand zurückziehen, die Runde in den Medien. Jedoch wurde dieser Ruhestand 1973 mit dem Album "Ol' Blue Eyes Is Back" vorzeitig wieder beendet. Doch es wurde ruhiger um den legendären Entertainer; er konzentrierte sich nun die Live-Auftritte in seinen großen Las Vegas-Shows. 1977 gelang ihm noch einmal ein großer Hit mit "New York, New York", dem Titelsong zum gleichnamigen Film. In den 90er Jahren nahm Sinatra noch das Album "Duets" auf, eine Sammlung von Klassikern, die er im Duett mit anderen berühmten Musikern aufnahm, darunter z.B. Bono von U2. Für das nachfolge Album "Duets II" gewann er 1995 seinen letzten Grammy. 80-jährig zog er sich 1995 endgültig aus dem Showgeschäft zurück. Am 14. Mai 1998 starb Frank Sinatra an einem Herzanfall. lesen Sie die Biographien von Sammy Davis jr. und Dean Martin »
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